| 1971 | Das erste Sorgentelefon für Kinder wird in Köln vom Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Köln gegründet. 1995 richtet die Aktion Kinder- und Jugendschutz in Hamburg ein Beratungstelefon für Kinder und Jugendliche ein. |
| 1980 | Der Vorläufer der Nummer gegen Kummer e.V., die Bundesarbeitsgemeinschaft Sorgentelefone, entsteht innerhalb des Deutschen Kinderschutzbundes als zentrale Koordi-nierungsstelle der Träger des Kinder- und Jugendtelefons in Wuppertal. Zu diesem Zeitpunkt sind die Beratungstelefone nur über örtliche, kostenpflichtige Rufnummern zu erreichen. |
| 1984 | Die ersten verbindlichen Richtlinien für die Beratung werden verabschiedet und ein Ausbildungskonzept für die Beraterinnen und Berater erstellt. Das Kinder- und Jugendtelefon ist ein offenes Gesprächs- und Beratungsangebot, das den Anrufenden Vertraulichkeit und Anonymität zusichert. Es ist Ansprechpartner für alle Fragen, Sorgen und Probleme sowie in schwierigen Lebenssituationen und vermittelt bei Bedarf weitere Hilfe. |
| 1990-195 | Gemeinsam mit der Bekleidungskette C&A startet der Dachverband in einem der größten Sozialsponsoringprojekte der damaligen Zeit die Bekanntmachung des Kinder- und Jugendtelefons als „Nummer gegen Kummer". |
| 1991 | Mit Hilfe der Deutschen Telekom AG als Partner wird eine erste bundesweite Rufnummer eingerichtet, unter der die ersten Standorte nun kostenlos zu erreichen sind. Die Gesprächsgebühren übernimmt bis heute die Deutsche Telekom. Der Verein und seine Mitglieder setzen sich ein großes Ziel: ein flächendeckendes Netz für die Beratung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu schaffen. |
| 1994 | Das Projekt Jugendliche beraten Jugendliche wird entwickelt und ergänzt am Samstag an mehreren Standorten des Kinder- und Jugendtelefons die Beratung. Die „BundesArbeitsGemeinschaft Kinder- und Jugendtelefon e.V". (BAG) wird als eigener, gemeinnütziger Verein im Vereinsregister Wuppertal eingetragen.
|
| 1996 | Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet der Verein sein Projekt zum Aufbau von Standorten des Kinder- und Jugendtelefons in den neuen Bundesländern. |
| 1997 | Die Deutsche Telekom stellt für das Kinder- und Jugendtelefon die bundesweit kostenlose Rufnummer 0800-1110333 zur Verfügung und übernimmt alle Gesprächsgebühren. Alle Standorte des Kinder- und Jugendtelefons sind damit in ganz Deutschland kostenlos unter einer einheitlichen Rufnummer zu erreichen. Die Anrufzahlen steigen innerhalb eines Jahres um das Fünffache. Das Ziel, allen Kindern und Jugendlichen in Deutschland die telefonische Beratung anzubieten ist erreicht – mit Unterstützung der ehrenamtlichen Berater und Beraterinnen, der Deutschen Telekom und vielen Freunden und Förderern der „Nummer gegen Kummer". Der Dachverband erstellt ab diesem Jahr eine einheitliche Statistik über die Anrufe an allen Standorten des Kinder- und Jugendtelefons.
|
| 1999 | Doris Schröder-Köpf übernimmt die Schirmherrschaft über das Kinder- und Jugendtelefon und unterstützt engagiert die Einrichtung des Elterntelefons. 2004 wurde mit ihrer Hilfe die Stiftung Deutsche Kinder-, Jugend- und Elterntelefone gegründet, deren Schirmherrin sie heute ist. |
| 2001 | 
Um auch Eltern eine adäquate Gesprächsplattform anzubieten, richtet Nummer gegen Kummer e.V. zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen und Unterstützung des Bundesfamilienministeriums ein eigenes Beratungstelefon für Eltern und andere Erziehende ein. Bestehende örtliche Initiativen werden in das bundesweite Netz aufgenommen. Das Elterntelefon ist ebenfalls anonym und kostenfrei in ganz Deutschland unter der Rufnummer 0800 – 111 0 550 zu erreichen. Auch für die Anrufe am Elterntelefon übernimmt die Deutsche Telekom alle Gesprächsgebühren. |
| 2003 | Die „Nummer gegen Kummer" bietet Kindern und Jugendlichen dank eines speziellen Tools für die Internetberatung erstmals die Möglichkeit, ihre Probleme und Fragen anonym per Web-Mail zu stellen http://www.nummergegenkummer.de/. Die technische Infrastruktur stellt der Partner von „Nummer gegen Kummer", die Deutsche Telekom AG bereit. Nummer gegen Kummer e.V. wird Mitglied im internationalen Dachverband Childhelpline International, Amsterdam www.childhelplineinternational.org |
| 2004 | Der Verein gründet die Stiftung Deutsche Kinder-, Jugend- und Elterntelefone in Berlin. Aufgabe der Stiftung ist es, den Ausbau und langfristigen Bestand der Beratungsangebote zu fördern. Doris Schröder-Köpf übernimmt die Schirmherrschaft über die Stiftung. Der Verein ändert seinen Namen in Nummer gegen Kummer e.V.
Eine neue bundesweit verbindliche Rahmenordnung für die Ausbildung, Supervision und Fortbildung für Beraterinnen und Berater wird erarbeitet und von der Mitgliederversammlung verabschiedet. |
| 2005 | Der Verein Nummer gegen Kummer feiert das 25-jährige Bestehen des Beratungsangebotes Kinder- und Jugendtelefon und seine eigene Vereinsgründung. Die erste Studie „25 Jahre Nummer gegen Kummer" erscheint im Dezember 2005. |
| 2006 | Das Elterntelefon feiert sein 5-jähriges Bestehen |
| 2007 | Das Kinder- und Jugendtelefon blickt zurück auf 10 Jahre einheitliche kostenfreie Rufnummer, ermöglicht durch die Kooperation mit der Deutschen Telekom und sichert damit Kindern, Jugendlichen und Eltern in Deutschland jederzeit die Möglichkeit eines Gesprächs. Die Datenerhebung an den Standorten des Kinder- und Jugendtelefons und des Elterntelefons wird umgestellt und nun online erstellt. Der jährliche Gesamtbericht wird auf den Internetseiten des Vereins http://www.nummergegenkummer.de/ veröffentlicht. Die zweite Studie „Nummer gegen Kummer 2007" erscheint im Dezember 2007. |
| 2008 | Aktuell sind in ganz Deutschland mehr als 3.500 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der „Nummer gegen Kummer" in der Beratung an 94 Standorten des Kinder- und Jugendtelefons sowie an 46 Standorten des Elterntelefons tätig. Nummer gegen Kummer e.V. bewirbt sich erfolgreich mit dem Kinder- und Jugendtelefon um die von der Europäischen Kommission neu geschaffene EU-weite Rufnummer 116111 der „Helpline für Hilfe suchende Kinder". Die technische Realisierung sowie die Übernahme der Gesprächsgebühren übernimmt die Deutsche Telekom AG. Ziel ist es, zum Ende des Jahres 2008, unter der 116111 auch deutschsprachigen Kindern und Jugendlichen, die sich im europäischen Ausland befinden, mit Rat und Hilfe zur Seite zu stehen. Nummer gegen Kummer e.V. wird in das Europäische Safer Internet Programme (SIP) aufgenommen. Ziel ist es, die Beratungskompetenz der Berater und Beraterinnen im Umgang mit den neuen Medien/ Internettechnologien zu verbessern und den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor missbräuchlichem Verhalten zu erhöhen. |